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Stiftung Hospital Sanctus Spiritus

Reste der Grundmauern des Hospitals Sanctus Spiritus Demmin sind heute noch innerhalb der ehemaligen Stadtmauer an der Heilgeistbergstraße zu erkennen. In der Goetze-Chronik ist dieses Gebäude als "schlichter, spätgotischer, dreischiffiger und dreijochiger Bau von 18,3 m Länge" beschrieben.

 

Es lag "nahe dem Kahldentore". Mitte des 13. Jahrhunderts verbreiteten sich in ganz Deutschland solche Hospitäler nach dem Muster des Heiligengeisthospitals an der Engelsbrücke in Rom. Auch das Demminer, so kann man dies in der Goetze-Chronik nachlesen, entstand in jener Zeit.

"Es wurde vom Rate und den Bürgern der Stadt und aus gesammelten Almosen erbaut und stand schon vor 1269, in welchem Jahre Barnim I. dem Rate und den Bürgern, mit dem Patronatsrecht über dieses Haus, die Besorgung desselben übertrug". Heute umfasst das Stiftungsvermögen 276,4 ha Grund und Boden und einige Baulichkeiten im Stadtgebiet Demmin.

Die alten Urkunden zum Stiftungsvermögen sind leider nicht mehr aufzufinden. Mit diesen Urkunden ist auch die ehemalige Satzung der Stiftung verschwunden. Es war eine mühsame Arbeit, soweit dies überhaupt noch möglich war, das alte Vermögen aus grundbuchamtlichen Akten zusammen zu tragen.

Nach Verabschiedung der neuen Landesgesetze (Stiftungsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern) wurde eine neue Satzung erarbeitet und die Stiftung neu ins Leben gerufen. Der Zweck der Stiftung ist es, ältere und hilfsbedürftige Bürger der Stadt Demmin zu unterstützen. Dies wurde in der vom Innenministerium genehmigten Satzung vom 15.10.1993 festgelegt.

Die Stadtvertretung wählte in Ihrer Sitzung am 15.12.1993, entsprechend der Satzung, einen Vorstand. Die Mitglieder dieses Vorstandes sind: Der Bürgermeister der Hansestadt Demmin, der Präsident der Stadtvertretung und zwei weitere Bürger unserer Hansestadt. Die Gründungssitzung des Vorstandes fand am 14. Februar 1994 statt.