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Offizielle Mitteilung zur Straßenbeleuchtung in der Hansestadt Demmin


Bild zur Meldung: Offizielle Mitteilung zur Straßenbeleuchtung in der Hansestadt Demmin



Aus vielen Gesprächen, unzähligen Beiträgen in der Presse und auf den social media – Plattformen ist ersichtlich, dass kaum ein Thema unsere Stadtgesellschaft so polarisiert wie die aktuelle Beleuchtung unserer Stadt.

 

„Mir ist es ausgesprochen wichtig, dass unsere Bürgerinnen und Bürger wissen, dass wir uns diese wirtschaftlich notwendige Entscheidung nicht leicht gemacht haben. Die Abschaltung der Straßenlaternen soll keinen Dauerzustand darstellen. Sobald sich abzeichnet, dass genügend Strom eingespart wurde, erfolgt das Anschalten der Beleuchtung. Mir ist bewusst, dass die Situation für alle, gerade in dieser dunklen Jahreszeit, erhebliche Einschränkungen mit sich bringt und sich so auch nicht jeder sicher fühlt. Deshalb haben wir bereits an einigen Punkten, z.B. an Kreuzungen und Bushaltestellen, die Laternen nachjustiert, um eine entsprechende Sicht zu gewährleisten und hoffen, dass sich die Situation in absehbarer Zeit zu unser aller Zufriedenheit verbessert.“, so Thomas Witkowski, Bürgermeister der Hansestadt Demmin.

 

Die Stromlieferverträge für die Straßenbeleuchtung der Hansestadt Demmin wurden vom vorherigen Anbieter fristgerecht zum 31.12.2022 gekündigt.  Die Ausschreibung eines neuen Stromliefervertrages wurde somit in 2022 notwendig. Aufgrund der gesamtpolitischen Lage in Deutschland und dem Ausland stiegen die Energiepreise, u.a. auch für Strom, in 2022 stark an.

 

Die Preissteigerung zu den Vorjahren betrug nach mehrmaliger Ausschreibung pro Kilowattstunde immer noch mehr als das Vierfache im Vergleich zum vorherigen Strompreis. Mit dem alten Stromvertrag lieferte der ehemalige Anbieter jährlich 500.000 Kilowattstunden.

Nach den Preissteigerungen wären bei diesem Verbrauch außerordentlich hohe Energiekosten für die Hansestadt Demmin angefallen und nicht tragbar gewesen.

 

Nach Hochrechnungen durch entsprechendes Fachpersonal wurde klar, dass wirtschaftlich tragbare Gesamtenergiekosten nur mit einer verringerten Kilowattstundenzahl zu erreichen sind.

 

Die Arbeitsgruppe „Energie“, bestehend aus Mitgliedern der Stadtvertretung, der Stadtverwaltung und entsprechendem Fachpersonal, wurde daher berufen, sich mit möglichen Energiesparmaßnahmen zu befassen und einen anwendbaren Energiesparplan mit einer Stromersparnis von 200.000 Kilowattstunden zu erarbeiten.

 

Schnell wurde klar, dass dieses Einsparpotential nur durch die systematische Abschaltung der Straßenbeleuchtung möglich ist.

 

Durch den Beschluss der Stadtvertretung vom 07.12.2022 wurde der Energiesparplan wirksam. Dieser sieht vor, dass in der Zeit von 23.00 Uhr bis 03.00 Uhr alle Straßenlaternen in der Stadt ausgeschaltet sind und in den Abend- und Morgenstunden nur jede zweite Laterne leuchtet. Im Bereich der Gewerbegebiete muss teilweise gänzlich auf Beleuchtung verzichtet werden.

 

Die Hansestadt Demmin plant, die aktuelle Straßenbeleuchtungssituation noch bis Ende Januar beizubehalten und danach zu evaluieren, ob die geplante Stromersparnis erreicht werden kann bzw. erreicht ist und wie dann weiterhin zu verfahren ist.

 

Die Ersparnis von 200.000 Kilowattstunden ist zwingend erforderlich, um bei dem derzeitigen Anbieter nicht mit erheblichen Vertragsstrafen rechnen zu müssen.

Selbst bei der Einhaltung der vertraglich geregelten Leistung muss die Hansestadt Mehrkosten von 100 % im Vergleich zum Haushaltsjahr 2022 aufbringen.

 

 

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