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Kriegsgräberfürsorge

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Stadt- und Regionalverband Demmin

 

 

 

Haus- und Straßensammlung für Volksbundarbeit trotz Pandemie mit gutem Ergebnis abgeschlossen

 

Die Haus- und Straßensammlung für die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge für das Jahr 2020 ist abgeschlossen. Wegen der Corona-Pandemie konnte sie im vergangenen Herbst weder mit einer Auftaktsammlung beginnen, noch wie gewohnt durchgeführt werden. Trotz eines speziellen Hygienekonzeptes und COVID-19 Taschenkarte mit Hinweisen für jeden Sammler wurde die offizielle Aktion kurzfristig abgesagt. Im kleinen Rahmen wurde jedoch individuell gesammelt. Auch konnten Spenden per Überweisung getätigt werden. Ende März dieses Jahres, so die zentrale Festlegung, erfolgte dann die Abrechnung für das vergangene Jahr. Immerhin 316,42 Euro konnten jetzt vom Demminer Ortsverband überwiesen werden;  2019 waren es 515,50 Euro. „Es ist dennoch ein gutes Ergebnis, das unter diesen schwierigen Bedingungen erreicht wurde“, so Stadtverbandsvorsitzender Ernst Wellmer. „Zumal wir im Herbst dieses Jahres erneut planen, mit der Sammelbüchse auf die Straße zu gehen. Die Volksbundarbeit muss weiter gehen! Jeder Euro zählt.“ Wie die Bundesgeschäftsstelle mitteilte, konnte 2020 trotz Virus, Krise und Lockdown in 10 Ländern viel Wichtiges getan werden. Dazu gehören neue Wege und Treppen in Russkoje (Kaliningrader Gebiet), die ersetzte Kupfereindeckung der Krypta im belgischen Lommel und die Nach- und Neubeschriftungen auf Kriegsgräberstätten, so 8.266 in Charkow (Ukraine) und weitere 7.853 im russischen Sebesh. 9.956 Kriegstote wurden geborgen und auf würdigen Kriegsgräberstätten bestattet. Im Inland kamen weitere 227 hinzu.  2021 sind 15.000 Umbettungen in 25 Staaten mit Arbeitsschwerpunkten in der Russischen Föderation, Belarus (Weißrussland), Polen und den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens geplant. „Wir tun in dieser Zeit das uns Mögliche,“ so Ernst Wellmer. „Mit 6 bis 10 Euro kann z.B. ein Kriegsgrab ein Jahr lang gepflegt oder mit 25 Euro der Name eines Kriegstoten ´verewigt´ werden. Mit 100 Euro wird die Suche nach einem Kriegsopfer, dessen Identifizierung und würdige Bestattung gefördert.“

In der Hansestadt Demmin unterstützt der Volksbund die Errichtung des „Gartens der Erinnerung“ an die Suizidopfer vom April und Mai 1945. „Er soll neben den offiziellen Kriegsgräberstätten der Stadt in Wort und Bild auch Auswärtigen Auskunft geben über diesen schlimmen Zeitabschnitt Demminer Geschichte und zugleich zum Nachdenken und zum Gespräch anregen. Der Platz soll dem Gedenken an die Opfer dienen und mahnen, alles zu tun, damit unsere Stadt sich im friedlichen Miteinander weiterentwickeln kann und es endlich überall Frieden in der Welt gibt.“

Im Juni dieses Jahres wird des 80. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion gedacht werden.  Außerdem wird die Kriegsgräberstätte „Zweiter Weltkrieg“ mit 80 Einzelgräbern auf dem Bartholomaei-Friedhof saniert. Für den 9. September 2021 ist ein Benefizkonzert mit dem Landespolizeiorchester geplant. „Und natürlich hoffen wir, den 30. Jahrestag der Gründung unseres Ortsverbandes in würdiger Form begehen zu können. Immer vorausgesetzt, das Pandemie-Geschehen lässt es zu.“

 

Orts- und Regionalverband Demmin hoffen, im Herbst wieder gemeinsam an der Haus- und Straßensammlung für den Volksbund teilnehmen zu können so wie zu Zeiten vor der Corona-Pandemie

 

 

Volksbund Auftaktsammlung 2019 DeNa

Archivfoto: Auftaktsammlung Volksbund 2019

 

Bild zur Meldung: Kriegsgräberfürsorge

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