Drucken
 

Arbeitsgruppe "Erinnerungsstätte für Demminer Suizidopfer"

Demmin, den 19.02.2020

"Garten der Erinnerung" entsteht Nähe Hanseufer

 

Entsprechend einem Beschluss der Stadtvertretung vom 04. Dezember 2019 soll neben den offiziellen Kriegsgräberstätten eine zukünftige "Erinnerungsstätte" in Wort und Bild auch Auswärtigen Auskunft geben über die Ereignisse zum Kriegsende 1945 in unserer Stadt und zugleich zum Nachdenken und zum Gespräch anregen. Sie soll dem würdigen Gedenken an die Demminer Suizidopfer und an all´ jene Frauen, Männer und Kinder, die dem von den deutschen Nationalsozialisten entfachten Zweiten Weltkrieg zum Opfer fielen, dienen und gleichzeitig mahnen, alles zu tun, damit unsere Region und unser Land sich im friedlichen Miteinander weiterentwickeln können und es endlich Frieden überall auf der Welt gibt.

Seit Ende vergangenen Jahres ist eine Arbeitsgruppe darum bemüht, ein entsprechendes Konzept dafür zu erstellen. Viele sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung unterstützen die Realisierung dieser Aufgabe.

Zur ehrenamtlichen Arbeitsgruppe gehören Eckhardt Tabbert und Stefan Tabbert von der UWG-Fraktion der Stadtvertretung, Thomas Witkowski und Steffen Teetz von der CDU/FDP-Fraktion, Bernd Koltz von der IVD-Fraktion sowie Bauamtsleiter Dietmar Schmidt als Vertreter der Stadtverwaltung, Pastor Karsten Wolkenhauer als Vertreter der Evangelischen Kirchengemeinde Demmin und Altbürgermeister Ernst Wellmer sowie Günter Behnke vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Als Standort für den "Garten der Erinnerung"  entschied sich die Gruppe nach längerer Diskussion einvernehmlich für die Grünfläche rechts der Zufahrt von der Baumannstraße zum Hanseufer. Er entspricht dem Anliegen des Vorhabens, ist gut erreichbar, von Parkmöglichkeiten umgeben und liegt nahe am Hanseviertel und zum jährlich stattfindenden Friedensfest. Erforderliche weitere Erschließungsmaßnahmen sind ohne größeren Aufwand möglich.

Integriert werden sollen am Standort entsprechende anlass-bezogene Bilder des Ehrenbürgers der Hansestadt Karl-Heinz Schlösser (die Einwilligung der Witwe des Malers liegt dazu vor), Tafeln mit Hinweisen zu dem Geschehen im April/Mai 1945 sowie Fotos vom zerstörten Demmin und Auszüge aus Zeitzeugenberichten. Hinweise von Dr. Petra Clemens zu einem ähnlichen Erinnerungsort am Tollensesee in Neubrandenburg sollen dabei ebenfalls Berücksichtigung finden.

 

 

 

Ein weiterer Vorschlag sieht vor, an weiteren Orten der Stadt mit Bezug auf die Ereignisse von 1945 Informations- bzw. Hinweistafeln anzubringen.

Eine Integration des ResonanzFELLdes in das Projekt wäre bei Zustimmung aller Beteiligten denkbar.

Das Ingenieurbüro Teetz wurde gebeten, entsprechend den Absprachen bis Anfang März einen Gestaltungsvorschlag für den „Garten der Erinnerung“ zu erarbeiten und der Arbeitsgruppe zu unterbreiten.

Nach endgültiger Fertigstellung wird der Entwurf des "Gartens der Erinnerung"

den Stadtvertretern vorgestellt.

 

 

Foto: An diesem Standort soll der zukünftige „Garten der Erinnerung“ entstehen