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Demmin feierte sein erstes Bläserfest

Demmin, den 25.10.2018

Am 20. Oktober 2018 war es nun soweit, Demmin feierte sein erstes Bläserfest in der Beermann-Arena an den Tannen. Die Halle war mit 514 Plätzen bereits eine Woche vorher restlos ausverkauft.

Es war das erste Mal, dass Bläsergruppen mit unterschiedlicher instrumenteller Besetzung und aus unterschiedlichen Musikrichtungen ein gemeinsames Konzert gestalteten.

Neben den Jagdhornbläsern aus Demmin traten die Tollensetaler aus Daberkow, der gemeinsame Posaunenchor Demminer Land, die Trebelmusikanten aus Tribsees, die Bläserklasse 6mb und die Bigband des Goethe-Gymnasiums Demmin, die Kartlower Schalmeien, die Demminer Blasmusik und der A-Capella-Chor Demminer Land, der die Demminer Blasmusik bei einem Marsch gesanglich begleitete, auf.

Die Vorbereitungen auf dieses Fest begannen bereits zu Beginn des Jahres und so waren die ca. 150 teilnehmenden Musikerinnen und Musiker doch etwas aufgeregt, ob denn auch alles klappen würde.

Das Motto des Bläserfestes lautete „Wir für euch – gemeinsam macht‘s Spaß“. Damit wollten sie dem Publikum zum Ausdruck bringen, wie vielfältig Blasmusik sein kann und sich gleichzeitig bei den treuen Anhängern bedanken. Das gemeinsame Musizieren und Miteinander der Bläserinnen und Bläser war den Organisatoren dabei sehr wichtig.

Kurz vor 14.00 Uhr stimmte der A-Capella-Chor das Publikum mit einem Lied auf den Beginn des Festes ein. Dann marschierten alle Musikgruppen unter klingendem Spiel der Kartlower Schalmeien in die Beermann-Arena ein. Das Publikum begrüßte die Musikformationen mit kräftigem Applaus. Danach stellte Moderator Heiko Berner dem Publikum die einzelnen Musikgruppen vor.

Als erste Gruppe eröffneten die Jagdhornbläser aus Demmin mit dem „Jagdgruß aus Demmin“, der vor über 40 Jahren der Grund für ihre Gründung war. Danach folgten dann noch eine Jagdfanfare und mehrere Volks- und Jägerlieder. Der Anfang war gemacht.

Als zweite Gruppe traten auf der gegenüberliegenden Bühne die Tollensetaler auf. Mit hoher Musikalität und einem sehr schön zusammengestelltem Programm aus  Filmmusik der 30-iger Jahre, Walzer, Pop-Ballade, Schlager und Polka, die teilweise mit Gesang begleitet wurden, begeisterten sie das Publikum. Die Stimmung in der Beermann-Arena war auf einem ersten Höhepunkt.

Mit Spannung erwartet wurde dann der Posaunenchor Demminer Land, der sich aus Mitgliedern der Posaunenchöre Demmin, Altentreptow, Jarmen, Beggerow und Medrow zusammensetzte. Für die Bläserinnen und Bläser ist es nicht alltäglich, bei einem „weltlichen“ Fest aufzutreten. Sie überraschten das Publikum mit einer Mischung aus Klassik, Kirchenmusik, Filmmusik und Moderne. Dies wurde vom Publikum mit viel Beifall honoriert.

Im schnellen Wechsel folgten dann auf der gegenüberliegenden Bühne die Trebelmusikanten aus Tribsees. Sie begrüßten das Publikum mit dem „Triumpf-Marsch“ aus der Oper Aida. Danach folgte die Polka „Von Freund zu Freund“ von Martin Scharnagl, die zu den schönsten Polkas überhaupt gehört. Es folgte dann noch eine Samba, eine Polka und als Abschluss die Titelmelodie der bekannten Fernsehserie „Zur See“. Die Solisten waren eine Posaunistin von den Trebelmusikanten und jeweils ein Posaunist von den Tollensetalern und der Demminer Blasmusik.

Der A-Capella-Chor lockerte anschließend mit dem bekannten Schlager „Lollipop“ die Stimmung nochmals auf.

Dann waren die Jüngsten an der Reihe. Zuerst stellten Schülerinnen und Schüler der Bläserklasse 6mb zwei Stücke von John Edmondsen vor. Sie zeigten dem Publikum, was sie in gut einem Jahr bei ihrer Lehrerin Luise Leddig gelernt hatten und das klang richtig gut.

Danach traten dann die etwas älteren Schülerinnen und Schüler der Bigband unter der Leitung von Dietrich Irmer auf. Im swingenden Bigband-Sound begeisterten sie das Publikum und auch die Musikerinnen und Musiker der anderen Musikgruppen. Sie erhielten dafür sehr viel Lob und Beifall.

Es folgte die wohl lauteste Musikgruppe des Nachmittags, die Kartlower Schalmeien. Nach dem Motto „Leise kann jeder“ spielten sie fünf Titel aus dem Bereich von Rock, Pop bis hin zum Schlager und brachten den Saal zum „Kochen“.

Als letzte Blaskapelle trat dann die Demminer Blasmusik an.  Bevor sie mit ihrem Programm begannen, bedankte sich Holger Lonschinski im Namen aller teilnehmenden Musikerinnen und Musiker beim Publikum für den herzlichen Empfang und die gute Stimmung.

Mit dem ruhigen Titel „Schön, so wunderschön“, einem Klassiker, den die Demminer schon lange in ihrem Repertoire haben, begannen sie ihr Programm. Musikalisch ging es anschließend nach Italien mit einem Medley aus drei bekannten Schlagern. Es folgten dann ein Walzerpotpourri und der durch Frank Sinatra bekannt gewordener Titel „Strangers In TheNight“. Krönender Abschluss war dann die Uraufführung des Marsches „Das ist mein Demmin“. Nach einer Idee und dem Text von Frau Irene Boldt aus Demmin, komponiert von Hans-Helmut Siebert und Christian Köpke entstand der erste eigene Marsch für die Demminer Blasmusik. Im Liedteil wurden sie gesanglich vom A-Capella-Chor Demminer Land begleitet. Der Marsch kam sehr gut beim Publikum, das im Takt mitklatschte, an. Die Premiere war gelungen. Im Anschluss gab es einen Blumenstrauß, eine Notenmappe mit dem kompletten Notensatz und einem Deckblatt, auf dem alle Musikerinnen und Musiker, die den Marsch mitgespielt haben, unterschrieben haben und viele herzliche Worte an Frau Boldt und die beiden Komponisten.

Vor dem Finale mit der Polka „Böhmischer Traum“, gespielt von den drei Blaskapellen Tollensetaler, Trebelmusikanten und Demminer Blasmusik, bedankten sich die Musikerinnen und Musiker bei allen, die bei der Organisation, Vorbereitung und Durchführung des Bläserfestes mitgeholfen haben und den Musikgruppen zu jeder Zeit zur Seite standen. Ein besonderer Dank ging auch an die Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen des Goethe-Gymnasiums, die das Publikum hervorragend mit Kaffee, Kuchen und anderen Getränken bewirtet haben.

Dann kam der krönende Abschluss, die von vielen Musikerinnen und Musikern als Nationalhymne der Blasmusiker bezeichnete Polka „Böhmischer Traum“. Die Kapellen vermischten sich und stellten sich nach Instrumenten auf. Das Spiel dieser Polka erzeugte bei vielen Musikern und Gästen Gänsehaut pur. Sie zeigte die Verbundenheit der Blasmusiker, auch wenn sie in verschiedenen Kapellen spielen.

Das Fazit des ersten Demminer Bläserfestes ist, es war für die Gäste und die Musiker ein sehr schöner Nachmittag mit sehr guter Stimmung, den wir wohl alle noch lange in guter Erinnerung behalten werden. Es soll nicht das einzige Demminer Bläserfest gewesen sein, die Musikerinnen und Musiker versprachen dem Publikum: „Im nächsten Jahr sind wir wieder hier zum 2. Demminer Bläserfest.“

 

Holger Lonschinski

 

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Demmin feierte sein erstes Bläserfest (25.10.2018)