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Neue Ausstellung des VOLKSBUNDES in Demminer Rathaus eröffnet

Demmin, den 18.06.2018

„14/18 – mitten in Europa“ lautet der Titel einer neuen Ausstellung zum Ersten Weltkrieg, die im Rahmen einer Mitgliederversammlung des Regionalverbandes Demmin des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am 14. Juni 2018 im Hansestädter Rathaus eröffnet wurde. Während eines Rundganges bezeichnete Landesgeschäftsführer Karsten Richter den 1. Weltkrieg als „Urkatastrophe des 20. und 21. Jahrhunderts“. In einem bis 1914 nicht gekannten Ausmaß forderten die damals noch unvorstellbaren Kriegshandlungen Millionen von Toten. In der Folge dieser ersten weltumspannend und total geführten militärischen Auseinandersetzung ist auch die Zivilgesellschaft massiv betroffen gewesen, sind Staats- und Gesellschaftssysteme ins Wanken geraten oder untergegangen. Die Ausstellung versucht, den politischen Weg in den Krieg, die wesentlichen Ereignisse, das Schicksal der Soldaten und der Bevölkerung an der sogenannten Heimatfront darzustellen. Dabei wird versucht, eine gesamteuropäische Sicht einschließlich Ost- und Südosteuropas und der Ereignisse im Nahen Osten zu bekommen. Bis heute sind die Folgen des vier Jahre dauernden Krieges -der vor 100 Jahren endete- spürbar.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Rathauses bis zum 28. Juni 2018 besichtigt werden. „Besonders Schulklassen sollten die Möglichkeit der Information vor Ort nutzen.  Entsprechendes Begleitmaterial wird zur Verfügung gestellt“, so Ernst Wellmer.

Der Landesgeschäftsführer informierte anschließend über die Volksbundarbeit im Landesverband, würdigte das Engagement in Demmin und beantwortete Fragen der Anwesenden.

In der Mitgliederversammlung berichtete Ortsvorsitzender Ernst Wellmer in Vertretung des Regionalverbandsvorsitzenden, Bürgermeister Dr. Michael Koch, sodann über die Vorstandssitzungen  und die Aktivitäten im Berichtszeitraum. Dazu zählten eine Mitgliedertour zum Golm, die Sanierungsarbeiten auf der Kriegsgräberstätte für die Opfer des Zweiten Weltkrieges, der Volkstrauertag und ein Benefizkonzert mit dem Landespolizeiorchester. Besonderer Höhepunkt war die Einweihung der neuen Kriegsgräberstätte in der Woldeforst.

In diesem Jahr sollen die Mitgliederwerbung, die verstärkte Schüler- und Jugendarbeit mit Demmin-spezifischen Projekten sowie das Gründungsjubiläum „100 Jahre Volksbund“ im Mittelpunkt der Arbeit stehen.

Anhand eines Lichtbildervortrages gab abschließend der Militärhistoriker Karsten Behrens einen Einblick in die damalige Heeresmunitionsanstalt Woldeforst.

Ernst Wellmer wünschte sich für die Erfüllung aller Aufgaben im Volksbund „viele interessierte und helfende Bürgerinnen und Bürger. Für weitere Anregungen sind wir jederzeit dankbar.“

 

 

Fotoserien zu der Meldung


Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (18.06.2018)