Gemeindebrief "KIRCHENBOTE" ♦ Februar 2010
Ev. Kirchgemeinde Sankt Bartholomaei, Kirchplatz 7, D-17109 Demmin → ev-kirche.demmin@gmx.de
(03998) 433483; Fax: (03998) 253578 Kirchenbüro - Kirsten Kühn: Mo-Fr 9-12 Uhr, Di 13-17 Uhr
Bankverbindung: KD Bank (BLZ 350 60 190) KTO 155 005 9106
Pfarrbereich 1 (Ost) : Pf. Gerd Panknin 258951 (Fax 258952)
Pfarrbereich 2 (West) : Pf. Norbert Raasch 258615 (Fax 258616)
Kantor Thomas K. Beck 282808, Friedhofsverwaltung - Irmtraut Mönk 362327
Jugendzentrum Friesenhöhe - Axel Schulz 202417, Kindertagesstätte - Gerlinde Dust 222855
Möbelbörse Sophienhof (039998) 12400 (8-12 Uhr)
Infopool Kirche (Hans Jürgen Thät) → InfopoolKircheDemmin@gmx.de
Besichtigungen auch nach Anmeldung möglich!
(03998) 253579
Offene Kirche : 1.Mai - 31.Oktober: Di-Fr: 11-16 Uhr; Sa: 12-16 Uhr; So (Juli/August): 12-16 Uhr
nfopool
- Stadtführungen
- Kirchenführungen in Sankt Bartholomaei
- Orgelführungen * Voranmeldung notwendig!
- Vermittlung von Kirchenführungen in der katholischen
"Maria-Rosenkranzkönigin-Kirche"
- Informationen zur Hansestadt und zum Landkreis
- Kulturinformationen zur Hansestadt Demmin
- Ausstellungen ♦ Otto I. von Bamberg
- Vermittlung zu weiteren regionalen Informationspunkten
"Infopool Kirche" ist ein Projekt der St. Bartholomaei Kirchengemeinde in Demmin.
Das Projekt wird von zwei Mitarbeitern betreut. Es bietet vorwiegend touristische Informationen.
Es ist eine Bemühung, sich für Tourismus zu öffnen und alte Stadtkerne wiederzubeleben.
Zugleich ist es ein Versuch, das Gebäude Kirche als Kultur- und Kunsthistorischen Wert wieder ins Bewusstsein
der Menschen zu bringen. Vermitteln Sie uns weiter! Sie sichern damit Arbeitsplätze und unterstützen eine
Zukunftsvision. * Der Gemeindekirchenrat *
Gottesdienste: sonntags 10 Uhr
Evangelische Kirche
Die Sankt-Bartholomaei-Kirche ist das bedeutendste Wahrzeichen
Demmins und gehört zu den großen Stadtkirchen im vorpommerschen Raum.
Der Name der Kirche geht zurück auf
Jesu Jünger "Bartholomaeus". Er wird im Neuen Testament auch Nathanael genannt. Einwandernde Siedler verehrten ihn als
Schutzpatron ihrer Zünfte.
Dieser Sakralbau ist eine dreischiffige, kreuzrippengewölbte gotische Backsteinhallenkirche.
Eine erste Kirche wird in Demmin bereits 1260 erwähnt. Der jetzige Bau wurde offenbar Ende des 13. oder Anfang der 14.
Jahrhunderts begonnen. Die Erneuerung vollzog sich von Westen nach Osten. Zu den ältesten Bauteilen gehören das westliche
Joch und das Turmuntergeschoss. Reich profilierte Spitzbogenportale befinden sich an der Nord- und Südseite. Das
südliche Portal wurde 1422 beim Anbau einer Kapelle (Kirchenköst), der jetzigen Taufkapelle, verdeckt. Die
Sakristei wurde im vorigen Jahrhundert angefügt.
Die Kirche wurde wiederholt zerstört, aber immer wieder aufgebaut. So war sie im 30-jährigen Krieg stark
beschädigt worden und wurde 1676 durch einen großen Brand zerstört. Nur die Umfassungsmauern und die Stützpfeiler
blieben erhalten. Damals ging auch die reiche Innenausstattung verloren.
Die Wiederherstellung der Kirche begann 1684. Sie zog sich bis 1734 mit dem Einzug neuer Kreuzrippengewölbe hin.
Der Turm war damals allerdings wesentlich niedriger und trug eine barocke Haube.
Eine durchgreifende Instandsetzung und Umgestaltung geschah nach
Schinkel-Plänen in den Jahren 1856 bis 1867 durch Friedrich August Stüler (Berlin) und Bartholomäus Weber (Stettin).
Dabei wurden der Ostgiebel und der Innenraum völlig neu gestaltet.
Das großartigste und bedeutendste Ergebnis der Erneuerung ist aber der hochaufragende, völlig aus Ziegelsteinen gemauerte
Turm. Er ist 92,5 m hoch, das Kreuz mißt 3,30 m. Reich gegliedert bietet er mit seinen hohen Durchbrüchen ein
ungewöhnliches und einmaliges Bild in der norddeutschen Kunstlandschaft. Mit diesem Turm besitzt Demmin eines der
interessantesten Baudenkmale des 19. Jahrhunderts.
In den Jahren nach 1950 erfolgte eine Neugestaltung der Taufkapelle. Die Glasfenster in der Kapelle und in der Sakristei schuf der
Rostocker Künstler Lothar Mannewitz.
Die größte und unfassendste Baumaßnahme des 20. Jahrhunderts war die Erneuerung des einsturzgefährdeten
Turmes. Nach einer Notreparatur in den Jahren 1937/38, die mehr Schaden als Nutzen brachte, wurde eine tiefgründige
Totalreparatur immer notwendiger. Lange geplant wurde sie aber erst nach der Wende 1989 möglich.
1994 konnten die Arbeiten am Turm abgeschlossen werden. Auch wurden Instandsetzungsmaßnahmen an den Giebeln
durchgeführt. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten (neuer Fußboden und neue Orgel) in der Taufkapelle wird seit 2007
die Gewölbedecke des Kirchenraumes jochweise von Ruß und Staub befreit und neu gestrichen.
Seit 2001 hat die Kirche ein neues, dem Turm angemessen repräsentatives Geläut mit nunmehr fünf
♦ Bronze-Glocken . Die Hosanna-Marienglocke war mit einem Gewicht
von 3600 kg die derzeit größte für Vorpommern gegossene Glocke nach 1945.
Die Kirche beinhaltet eine große (52 Register, 3924 Pfeifen), historisch bedeutungsvolle
♦ Buchholz-Grüneberg-Orgel , dessen Restaurierung 2003 abgeschlossen wurde.
Im Jahr 2003 wurde die alte Kirchenmauer neu errichtet und der ♦
Kirchplatz und das Umfeld unter Einbeziehung der alten Glocken neu gestaltet.
Konzerte 2010 in der Sankt-Bartholomaei-Kirche
Samstag, 22. Mai 2010, 20:00 Uhr
Auf Kirchentour 2010: "Die Prinzen"
Vorverkauf läuft bereits: Kirchenbüro, Stadtinformation und Buchhandlung Steinke
Konzerte 2009 in der Sankt-Bartholomaei-Kirche
♦ Konzerte-Flyer
Samstag, 13. Juni 2009
5. Demminer Kunstnacht
21:15 Uhr ♦ Musical-Messe
22:00 Uhr ♦ Orgelkonzert zur Nacht
Sonntag, 17. Mai 2009, 17:00 Uhr
Konzert mit dem Michigan Conference VISION Choir
Chormusik und Handglockenspiel aus mehreren Jahrhunderten
(Eintritt / ermäßigt 15 € / 12 €)
Samstag, 13. Juni 2009, 17:00 Uhr
63. Bachwoche Greifswald
GIUSEPPE VERDI: ♦ MESSA DA REQUIEM
(Eintritt / ermäßigt 15 € / 12 €)
Donnerstag, 09. Juli 2009, 19:30 Uhr
♦ Konzert für Orgel und Trompete
Uwe Komischke (Trompete) und Torsten Pech (Orgel) mit Werken von Mendelssohn, Händel u.a.
(Eintritt / ermäßigt 10 € / 8 €)
Sonntag, 16. August 2009, 19:30 Uhr
Miguel de Hoyos und Jörg Nassler:
...ein Hauch von Tequilla
Reise Baja California meets Dresden Nord
(Eintritt / ermäßigt 12 € / 10 €)
Sonntag, 23. August 2009, 19:30 Uhr
♦ Orgelkonzert
(Eintritt / ermäßigt 10 € / 8 €)
Samstag, 29. und Sonntag, 30. August 2009
♦ 8. Demminer Orgeltage
Samstag, 26. September 2009, 19:30 Uhr
♦ Angelika Milster singt Werke von Mozart, Händel, Brahms u.a.
(Eintritt / Vorverkauf 27 € / 25 €)
Donnerstag, 15. Oktober 2009, 19:30 Uhr
Chorkonzert mit dem Schleswiger Domchor unter der Leitung von Reiner Selle
Werke von Bach, Hessenbert u.a.
(Eintritt / ermäßigt 12 € / 10 €)
Montag, 09. November 2009; 17:00 Uhr
Blechbläser und Orgel * 20 Jahre Fall der Mauer
Exciting Brass, Orgel & Leitung: Kantor Thomas K. Beck
Samstag, 28. November 2009, 17:00 Uhr
G.F. HÄNDEL: ♦ DER MESSIAS
(Eintritt / ermäßigt 15 € / 12 €)
Samstag, 05. Dezember 2009, 19:30 Uhr
♦ Gesang und Orgelmusik bei Kerzenschein
Dienstag, 08. Dezember 2009, 19:00 Uhr
Weihnachtskonzert der
♦ Musikklassen des Goethegymnasiums
Montag, 14. Dezember 2009, 17:00 Uhr
Benefiz-Konzert mit dem ♦
Wehrbereichsmusikkorps I Leitung: Oberstleutnant Karl Kriener
Samstag, 19. Dezember 2009, 16:00 Uhr
41. Weihnachtliche Bläsermusik bei Kerzenschein Bläserchöre des Gnadauer Posaunenbundes * Leitung: Dieter Söffky
Donnerstag, Heiligabend 24. Dezember 2009, 22:30 Uhr
Musikalische Christnacht
Glocken
Das neue ♦ Geläut der Sankt-Bartholomaei-Kirche
Spendenkonto: Sparkasse Neubrandenburg-Demmin (BLZ 15050200),
Kto: 310000335, Verwendungszweck: RT7-Glocken
- 1. Glocke: "HOSANNA"-Marienglocke (aø)
- 2. Glocke: "KÖNIGSGLOCKE"-Christusglocke (d')
- 3. Glocke: "PROPHETENGLOCKE" (e')
- 4. Glocke: "TAUFGLOCKE" (g')
Glocken begleiten Menschen auf dem Weg, Glocken erinnern Menschen an die Zeit, die in Gottes Händen steht.
Glocken ermutigen, Glocken rufen zum Gebet, Glocken trösten, Glocken verkünden die Auferstehung des Christus.
Es vergingen fast zwei Jahre seit die alten Eisenglocken aus dem Turm genommen wurden, weil sie Ermüdungserscheinungen
und feine Risse zeigten. Im Turm blieb die kleinste von allen, die "BARTHOLOMAEUSGLOCKE" (a'), eine Bronzeglocke, die 1751
umgegossen, als Einzige den Wechsel der Zeiten überdauert hat. Immer noch ruft sie zum Gebet und begleitet Menschen durch
die Zeiten des Jahres. Ihr heller Klang wird nun harmonisch und angenehm durch die vier neuen Glocken ergänzt.
Gegossen wurden die Bronzeglocken in der Glockengießerei "Albert Bachert" in Heilbronn, ein Unternehmen,
in dem Glockengießen zur Familientradition gehört. Für die Gestaltung der Glockenzier wurde Dekan Dieter Eisenhardt,
Herrenberg/Baden-Württemberg gewonnen. Mit sehr viel Sensibilität hat er sich mit der Geschichte der St.-Bartholomaei-Kirche
und ihrer Gemeinde, mit der Geschichte der Stadt und des Landkreises auseinandergesetzt. Entstanden ist ein Konzept,
das die Überlegungen des Gemeindekirchenrates aufnahm und zu einem Ganzen verband.
Wunderbar gestaltet, nimmt die Glockenzier Rücksicht auf die Geschichte vorreformatorischer Zeit
und spannt einen weiten Bogen ins Heute. "Es ist ein persönlicher Beitrag, zum Solidaritätspakt zwischen Ost und
West." - so der Dekan.
Privatpersonen, Firmen und Vereine, Gemeindeglieder, Stadt und Landkreis sind
helfend tätig geworden. Dank gilt all denen, die durch den Klang der Glocken
gerührt, dieses Vorhaben unterstützen wollen. * Der Gemeindekirchenrat *
♦ Kirchenführer
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Pfarrbrief der Katholischen Kirchengemeinde Demmin
Katholisches Pfarramt, Reiferstraße 2a, D-17109 Demmin
→ kath.pfarramt-demmin@t-online.de
(03998) 222283; Fax (03998) 202404
Katholische Kirche
Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zur Bildung der katholischen Kirchengemeinde.
Nach mehreren Notunterkünften und einem Vorgängerbau an anderer Stelle wurde die Maria-Rosenkranzkönigin-Kirche
1914/15 mit gotischen Stilelementen nach Entwürfen des Berliner Architekten J. Welz erbaut.
Die Bauausführung hatte der Demminer Baumeister Ernst Bauckmeier übernommen.
Im Jahr 1992 wurde das äußere der aus Backstein errichteten Kirche erstmals einer grundlegenden Restaurierung unterzogen.
Im Innern der Kirche ist eine aus Holz geschnitzte Madonna zu sehen, die in Tirol entstand und
als Teil eines Hochaltars nach Demmin gelangte. Ebenso gehören die Seitentafeln und Tabernakel dieses
♦ Altars
und ein geschnitzter Kreuzweg aus Oberammergau zu den Sehenswürdigkeiten.
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